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Predigten zu Psalm 25,10

"Alle Pfade Jehovas sind Güte und Wahrheit für die, welche seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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WANN KOMMT DAS GUTE?

Nachdem Gott die Israeliten aus der Sklaverei Ägyptens befreit hatte, war er ihr ständiger Führer und Begleiter auf ihrer beschwerlichen Reise durch die Wüste Sinai. Mose rief ihnen ins Gedächtnis: „...der dich wandern ließ in der großen und schrecklichen Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione sind, in dem dürren Land, wo kein Wasser ist... um dich zu demütigen und um dich zu prüfen, damit er dir am Ende wohl tue“ (5Mo 8,15-16).

Dieses und viele weitere Beispiele veranschaulichen, dass Gott oft das Gute, das er den Seinen verheißen hat, für eine bestimmte Zeit zurückhält. Gewiss hat Gott sie nicht vierzig Jahre lang durch schwere Prüfungen gehen lassen, damit es mit ihnen ein böses Ende nehmen würde. Nein, er bewirkte das Gute, auch wenn der Weg dahin mit Zucht und Läuterung gepflastert war.

Auch als Christen müssen wir uns auf zeitlich beschränkte Bedrängnisse gefasst machen. Oft sind sie die Vorboten der Herrlichkeit, die Gott für uns bereithält. Paulus erinnert uns: „Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit“ (2Kor 4,17).


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

Die Wege des Herrn sind eitel Güte und Wahrheit, denen, die seinen Bund und Zeugnis halten.

Oft hört man von einem Menschen sagen, er werde so sehr schwere Wege geführt. Wenn wir in Betreff unserer eigenen Erfahrung in das Heiligtum gehen, so können wir nicht sagen, dass diese und jene schweren Erlebnisse immer eine Frucht göttlicher Führung waren, sondern wir werden sagen müssen, dass mancher bittere Kelch von uns selber eingeschenkt wurde, oder zusammenhing mit unserem sündigen Wesen. Wer das nicht bekennt vor dem Angesichte Gottes, der ist nicht demütig. Lässt der Herr uns Schweres begegnen auf Seinem Weg, so mag es uns eine Zeit lang scheinen, als sei es nicht eitel Güte; wenn wir aber im Glauben festhalten, dass sein Wort wahrhaftig ist, so kommt die Zeit, in der wir erkennen, dass schwere Erfahrungen dennoch eitel Güte waren, weil des Herrn Wege Wahrheit sind. Sie sind Wahrheit, weil er auf jedem Schritt, den er mit uns vorwärts geht, nie nur auf die Gegenwart, sondern immer auf unser ewiges Ziel schaut. Darnach bemisst er und ordnet er jede Strecke Weges, die wir zurücklegen und eben, weil es ihm nicht zunächst um das für uns Angenehme, sondern um das für uns Heilsame zu tun ist, sind seine Wege Wahrheit. Sie sind frei von aller Untreue auf Seiten unseres Gottes und er tut nichts, worüber wir nicht einst am Ziele werden sagen müssen: es war gut. Wir singen darum von Herzen: „So führst Du doch recht selig Herr die Deinen; ja, selig, wenn auch meist verwunderlich!“ So können aber nur die sprechen, die im Bunde mit dem Herrn stehen durch das Blut des neuen Testamentes, und festhalten an Seiner Gemeinschaft; denn nur dann ist er Führer und sein Wort das Licht auf dem Wege. Es ist unmöglich, dass die Untreuen eitel Güte von Seiten des Herrn erfahren. O du treuer und wahrhaftiger Gott! Wie viel Güte, Wahrheit und Treue hast Du auch an mir schon bewiesen. Habe ewig Dank dafür! Amen