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Predigten zu Psalm 32,7

"Du bist ein Bergungsort für mich; vor Bedrängnis behütest du mich; du umgibst mich mit Rettungsjubel. (Sela.)"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Du bist mein Schirm, du wollest mich vor Gefahr behüten."

Ich sah neulich ein merkwürdiges Bild, das mir den Weg des Heils durch den Glauben an den Herrn Jesus gut zu illustrieren schien. Jemand hatte ein Verbrechen begangen, für das er sterben musste. Aber damals wurden die Kirchen als Zufluchtsstätten betrachtet, in denen sich Verbrecher verbergen und so dem Tod entgehen konnten. Nun seht diesen Menschen! Er stürmt auf die Kirche zu. Die Wachen verfolgen ihn mit gezogenen Schwertern und dürsten nach seinem Blut. Sie folgen ihm bis an die Kirchentür. Er stürzt die Stufen hinauf, und gerade, als sie im Begriff sind, ihn einzuholen und an der Schwelle der Kirche in Stücke zu hauen, tritt der Bischof heraus und ruft, das Kreuz emporhaltend: "Zurück! Zurück! Befleckt nicht die Schwelle des Gotteshauses mit Blut! Weicht zurück!" Die grimmigen Soldaten ziehen sich ehrfürchtig zurück, während sich der arme Flüchtling hinter den Gewändern des Bischofs verbirgt.

So ist es mit Christus. Der schuldige Sünder flieht zu ihm; und obwohl ihn die Gerechtigkeit verfolgt, hebt Christus seine durchbohrten Hände auf und ruft der Gerechtigkeit zu: "Geht zurück! Ich schütze diesen Sünder. Ich werde ihn nicht umkommen lassen, denn er setzt sein Vertrauen auf mich."

Sünder, flieh zu Christus! Je schlechter du bist, um so mehr ehrst du ihn, wenn du glaubst, dass er sogar dich beschützen kann. Wenn du eine unbedeutende Krankheit hast und deinem Arzt sagst: "Ich setze volles Vertrauen in Ihre Fähigkeiten", so liegt darin noch kein großes Kompliment. Es ist nicht schwer, einen schlimmen Finger oder leichtes Unwohlsein zu heilen. Aber wenn du schwer in einer gefährlichen Krankheit darniederliegst und doch sagst: "Ich suche keinen besseren Arzt. Ich will keinen anderen Rat als den Ihrigen und vertraue mich Ihnen mit Freuden an", welche Ehre erweist du ihm dann dadurch, dass du dein Leben seiner Hand anvertraust. Tu das gleiche mit Christus! Übergib deine Seele ihm und seiner Fürsorge!


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Was David in den Psalmen sagt, beleuchten die Apostelbriefe mit der Klarheit des Neuen Bundes. Sie führen uns in die geistliche Welt ein, die den Menschen des Alten Bundes noch verschlossen war. David stärkte sich unablässig in seinem Gott. In Ihm fand er Kraft und Hilfe; das bezeugt sein Leben und seine Regierung. Dem Apostel Paulus wurde es später gegeben, uns zu offenbaren, daß unser Kampf sich nicht gegen Fleisch und Blut richtet, sondern gegen das, was hinter dem Sichtbaren steht: die bösen Geister, die Finsternismächte und Gewalten in den himmlischen Regionen. Diese geistlichen Feindesmächte greifen den Christen an, sobald er sich entschließt, wirklich mit Gott zu wandeln, um in den Besitz der Verheißungen zu kommen und ein Geist mit dem Herrn zu sein.

Ein Kind Gottes, das sich von der Einkreisung alles dessen lösen will, was es in der Unmündigkeit gefangen hält, wird sofort bemerken, daß es diesen Mächten in der einen oder anderen Gestalt begegnet. Sie ergreifen Besitz von einem geeigneten Operationsgebiet – das können die eigenen Gedanken sein, andere Menschen, sogar Christen, die Umstände oder der Gesundheitszustand –, um das Kind Gottes anzugreifen. Solche Erfahrungen sind oft beängstigend und immer gefährlich, bis wir ihren satanischen Ursprung erkannt haben. Dann verlassen wir durch den guten Kampf des Glaubens die bloße religiöse Gefühlsseligkeit und treten in die Wirklichkeit des geistlichen Kampfes ein. Dann erneuern wir täglich unsere Gemeinschaft mit Christus und unsere Stellung in unserem gekreuzigten Herrn und sichern uns so den vollen am Kreuz errungenen Sieg über den Feind und auch über seine Werke. Wir empfinden ständig die Notwendigkeit Seines Schutzes und erleben, daß Er uns in der Spalte des Felsens birgt wie einst Mose. Dort werden wir mit Seiner Kraft erfüllt und von Seinem Mut und Seiner unwandelbaren Treue angespornt.

Er wird unser Schutz und Zufluchtsort, Er behütet uns vor Bedrängnis, und noch mehr: Er umgibt uns mit Rettungsjubel. Möge ein von Herzen kommender Lobgesang unser Leben und Dienen durch die Kraft des Heiligen Geistes erfüllen, so daß der Feind gezwungen wird, sich zurückzuziehen, wenn er unsere Lieder der Befreiung hört!