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Predigten zu Römer 14,10

"Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden."

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Du aber, wie kannst du dich zum Richter über deinen Bruder machen? Oder auch du, wie darfst du einen Bruder verachten? Wir werden ja alle vor den Richterstuhl Gottes treten müssen."

Zwei Dinge sind uns untersagt: uns zum Richter über andere zu machen und sie zu verachten, ein äußeres Tun und eine innere Haltung. Vorläufig bin ich vielleicht noch nicht so weit gegangen, ein Urteil über meinen Bruder offen auszusprechen. Gut, aber habe ich im Inneren eine abfällige Meinung von ihm? Sehe ich im stillen mitleidig auf ihn hinab, weil er andere Ansichten hat als ich? Verachte ich ihn in meinem Herzen als schwachen oder ausgefallenen Menschen? Wenn ja, stehe ich in einer großen Gefahr, denn als nächstes wird der Gedanke in mir aufkommen, ich sei besser als er. Wenn ich den anderen verachte, beweist das, dass ich zuviel über mich selbst nachdenke. Ich muss mich hüten, mich unter die geistlich Starken zu rechnen, denn damit zeige ich Gott nur, wie fleischlich ich bin. Gott will zwar, dass ich klar zwischen Recht und Unrecht unterscheide, aber ich darf nie andere zu Opfern meines Unterscheidens machen. Das Gerichthalten steht Christus zu, und es liegt noch in der Zukunft. Wer von uns will sich vermessen, dieses Amt jetzt an sich zu reißen?


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Der Heilige Geist steht bereit, uns zu helfen

Gott hat uns in Seiner Liebe und Weisheit in dem Heiligen Geist alle Gaben, Kräfte und Hilfen gegeben, die wir im Dienst für Ihn brauchen. Wir brauchen uns nicht nach weiteren Möglichkeiten umzuschauen! Der ernsteste Aspekt in dieser Sache ist unsere persönliche Verantwortlichkeit. Die Bibel lehrt uns, dass ein Tag kommt, an dem wir alle vor dem Richterstuhl Gottes erscheinen müssen – dass jeder mit allen begangenen Taten konfrontiert werden wird, sie seien gut oder böse gewesen. An jenem Tag werden wir völlig bloßgestellt sein, und alles, was wir aus eigener Kraft und zum eigenen Ruhm gemacht haben, wird schnell verweht sein wie wertloses Stroh oder wie Stoppeln, und auf ewig wird all das geschieden von den Werken und Diensten, die wir durch den Geist gewirkt haben und die von Gott als ewige Schätze, als Gold und Silber und edle Steine betrachtet werden, denen das Feuer nichts anhaben kann. An jenem Tag wird alles verscwinden, was zu den Werken des Fleisches gezählt werden muss, und nur das durch den Geist Gottes Gewirkte wird Bestand haben. Wagst du es, der Tatsache ins Auge zu schauen, dass der souveräne Gott beschlossen hat, all Sein Werk durch geistbegabte Männer und Frauen tun zu lassen? Dass also alles, was er auf Erden getan haben will, von demütigen, treuen Gläubigen verrichtet wird, denen geistliche Gaben zuteilwurden, die ihre eigenen Fähigkeiten bei Weitem übersteigen? Christus hat verheißen: »Ihr werdet Kraft empfangen«, durch den Dienst des Heiligen Geistes – und zusammen mit der Kraft schickt Er uns freundliche Gnadenerweise und die friedsame Frucht der Gerechtigkeit, wenn wir Ihm erlauben, die Herrschaft über uns auszuüben!