Wenn ich dir, Herr, eher trauen kann als mir selbst, dann ist mein Leben in deinen Händen noch besser aufgehoben als in meinen eigenen.
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Die Liebenden sind frei und gebunden zugleich. Sie können gehen, aber sie wollen bleiben. Sie können sich schützen, aber wollen sich öffnen. Sie gehören sich selbst, aber sie geben sich hin.
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Da unsere Liebe zu Gott in dem Geschenk der Liebe Gottes zu uns gründet, wächst unsere Liebe zu Christus in dem Maße, wie wir uns von ihm beschenken lassen.
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Es gibt keinen Ersatz für die Liebe. Auch wenn die Liebe nur an ihren Äußerungen erkannt wird, heißt das nicht, dass man durch die Einübung der Ausdrucksformen die fehlende Liebe ausgleichen könnte.
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Nur das persönlich erkannte Wissen ist Erkenntnis, und erst die gelebte und durch Erfahrung bewährte Erkenntnis ist Weisheit.
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Friedensstifter werden wir nicht, indem wir jede Auseinandersetzung vermeiden, sondern indem wir die Rolle des Täters wie die des passiven Opfers verweigern und das Unrecht aktiv überwinden.
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Gottes Liebe, die wohl "unsichtbar", aber vollkommen ist, wird für uns greifbar und verständlich in der menschlichen Liebe, die zwar unvollkommen, aber "sichtbar" ist.
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Manche Sünde ist in Wahrheit eine irregeleitete Sehnsucht nach Gott.
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"Heiligung bedeutet Selbstaufgabe!" - Nein, Heiligung bedeutet Hingabe! Aber was willst du Gott hingeben, wenn du doch meinst, dich zuvor selbst aufgeben zu müssen?
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"Nachfolge bedeutet Selbstverleugnung!" - Nein, Nachfolge bedeutet Selbstfindung! Denn wenn ich Christus nachfolge, finde ich bei ihm mein wirkliches und eigentliches Leben.
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Wenn wir liebesbedürftige Menschen mit der Erwartung lieben, dass sie uns zurücklieben, dann enthalten wir ihnen gerade das Wesentliche an der Liebe vor - nämlich die Bedingungslosigkeit.
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Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben - aber den Herrn.
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Es gibt nur einen, von dem man uneingeschränkt sagen kann, dass er ein guter Christ ist - Jesus Christus selbst. Wir anderen sind es in dem Maße, wie Christus durch uns leben kann.
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Wenn es denn wirklich so wäre, dass Christus keine Lippen hätte außer unseren Lippen, keine Füße außer den unseren und keine Hände außer unseren Händen, dann hätte er freilich allen Grund, auch noch kopflos zu werden.
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"Geben ist seliger als Nehmen" - doch manchmal auch leichter. Da wir zu stolz sind, uns einfach beschenken zu lassen, tun wir uns mit dem unseligeren Nehmen oft noch schwerer als mit dem ohnehin schon schwierigen Geben.
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