Buch-Rezension: Mit Gott auf dem Weg

Mit Gott auf dem Weg

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Als Cover wurde ein Bild gewählt, in dem eine alte Holzbrücke dargestellt wird, die in einem Bogen und mit leichter Steigung über einen Gebirgsfluss führt. Die Brücke hat kein Geländer, sodass man sich an den Seiten nicht abstützen kann. Wer also sichergehen will, sollte dabei wohl in der Mitte laufen. Der Weg mit Gott ist ein alter und viel erprobter Weg. Diesen Weg sind viele gegangen und haben dabei stets die einzige und feste Sicherheit bekommen, die es auf diesem Weg gibt – Gott selbst.

In diesem Werk beschreibt Ryle den Weg, den ein Kind Gottes von seiner geistlichen Geburt bis zur Verherrlichung am Ende seines Lebens gehen soll, um Gott ein Wohlgefallen zu sein. Aber nicht nur das, sondern der Autor lädt in jedem Kapitel den gottlosen Menschen dazu ein, diesen Weg zu wagen und warnt auch eindringlich das ermüdete oder abgelenkte Gotteskind, sich wieder auf diesen Weg und die damit verbundene Herrlichkeit zu besinnen und sich schleunigst daran zu machen, dorthin zurückzukehren und darauf weiterzuschreiten. Das Buch beginnt damit, dass der Leser aufgefordert wird, sich im Lichte des Wortes Gottes selbst zu prüfen und festzustellen, ob Gott an seinem Leben Wohlgefallen habe. Diese Selbstprüfung zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Ausführung von Ryle. Es werden in kurzen Abschnitten 18 Themen angesprochen und der Leser wird auf eine Reise mitgenommen, die ein jeder Christ von seiner Bekehrung an bis hin zur Ewigkeit durchlaufen darf oder muss.

Es beginnt damit, dass der Mensch darum ringen muss, um ins Himmelreich zu kommen und endet mit einer kurzen Ausführung über die Ewigkeit. Der Weg von dem Ringen bis zur Ewigkeit besteht aus Beten, Bibellesen, Lieben, Eifern, glücklich sein, in dieser Welt zu leben, Leid zu tragen und die Familie Gottes als Mitglied schon hier wertschätzen zu lernen oder sich bewusst zu machen, dass diese Zugehörigkeit entscheidend für die Ewigkeit sein wird. In den „Abschließenden Worten“, die am Ende jeden Kapitels zu finden sind, wird für den Leser die vorangegangene Ausführung zusammengefasst und jedes Mal werden die drei Menschengruppen geistliche Christen, fleischliche Christen und natürliche oder ungläubige Menschen separat auf das Thema angesprochen, ermutigt oder ermahnt.

So abrupt, wie der Leser in dieses Buch eingeführt wird, genauso abrupt endet es auch. Es gibt keine Einleitung und kein Vorwort, auch auf einen zusammenfassenden Schluss hat der Autor komplett verzichtet. Es war für mich am Anfang sehr befremdlich, so direkt in die Ausführung des Autors hineingeworfen zu werden. Und da ich den Autor noch nicht kannte, war ich auch sehr skeptisch zu dem, was der Autor zu sagen hatte. Doch mit jeder neuen gelesenen Seite wird dem Leser ein Autor und Mensch offenbart, der sehr viel Weisheit und Gottesfurcht besitzt. Wenn die persönlichen Fragen anfangs auch etwas anmaßend und abstoßend wirken, erlebt ein beharrlicher Leser doch nach kurzer Zeit eine Wandlung seines Denkens in Bezug auf diese bohrenden und aufrüttelnden Fragen, weil hinter diesen Fragen ein wohlwollender Hirte steht, der sich um die Seelen kümmert und auch so manch einen guten Ratschlag zu geben weiß.

Ich empfehle dieses kleine Büchlein mit seinen ca. 180 Seiten jedem, der seinen Weg auf dieser Erde richtig und weise gehen will. Man muss nicht mit allem, was der Autor in Bezug auf die einzelnen Themen sagt, übereinstimmen, um doch sehr viel für seinen eigenen Weg mitnehmen zu können.

 Die Rezension/Kritik stammt von: Waldemar Merk
 Kategorie: Sonstiges

  Verlag: Heroldverlag
  Jahr: 2011
  ISBN: 978-3889360700
  Seiten: 183
 €    Preis: 7,95 Euro

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