Christliche Liederdatenbank    

Gott wohnt in einem Lichte

1) Gott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann.
Von seinem Angesichte trennt uns der Sünde Bann.
Unsterblich und gewaltig ist unser Gott allein,
will König tausendfaltig, Herr aller Herren sein.

2) Und doch bleibt er nicht ferne, ist jedem von uns nah.
Ob er gleich Mond und Sterne und Sonnen werden sah,
mag er dich doch nicht missen in der Geschöpfe Schar,
will stündlich von dir wissen und zählt dir Tag und Jahr.

3) Auch deines Hauptes Haare sind wohl von ihm gezählt.
Er bleibt der Wunderbare, dem kein Geringstes fehlt.
Den keine Meere fassen und keiner Berge Grat,
hat selbst sein Reich verlassen, ist dir als Mensch genaht.

4) Er macht die Völker bangen vor Welt- und Endgericht
und trägt nach dir Verlangen, lässt auch den Ärmsten nicht.
Aus seinem Glanz und Lichte tritt er in deine Nacht:
Und alles wird zunichte, was dir so bange macht.

5) Nun darfst du in ihm leben und bist nie mehr allein,
darfst in ihm atmen, weben und immer bei ihm sein.
Den keiner je gesehen noch künftig sehen kann,
will dir zur Seite gehen und führt dich himmelan.

Gottes Größe und die Kleinheit des Menschen, seine Unendlichkeit und seine Nähe, Gottes Licht und das Dunkel menschlicher Sünde: Dass Gott selber diese Gegensätze überwunden hat, ist das Thema, das Jochen Klepper hier in kunstvolle Verse fasst. Die Melodie stand im Genfer Psalter beim 130. Psalm, „Aus der Tiefe rufe ich zum Herrn“, der von ähnlichen Gedanken bestimmt ist. (Andreas Marti)

Text: (1938)
Melodie: (1539), (1542)
Bibelstelle: 1. Timotheus 6,16
CCLI-Nr.: 6300256

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

  Cover Nummer Noten
Denn du bist bei mir 46 Bestellen
Der Nacht entrissen 38 Bestellen
Evangelisch-reformiertes Gesangbuch (RG) 696 Bestellen
Evangelisches Gesangbuch 379 Bestellen
Gotteslob 429 Bestellen
Jesus unsere Freude 387 Bestellen
Unser Klagen wird zum Loben 6 Bestellen