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Predigten zu 2. Mose 20,8

"Gedenke des Sabbathtages, ihn zu heiligen."

Autor: Carl Olof Rosenius (* 03.02.1816; † 24.02.1868) schwedischer Laienprediger und Initiator einer neuevangelischen schwedischen Erweckungsbewegung

"Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest!"

Gott, der Herr, legt ein besonderes Gewicht auf die Heilighaltung des Sonntags. Das gibt Er deutlich dadurch zu erkennen, dass Er nicht einfach befiehlt: "Du sollst den Feiertag heiligen", sondern uns auffordert, im voraus daran zu denken. Eine weniger wichtige Sache kann man sogleich unternehmen, ohne im voraus daran denken zu müssen; eine Sache aber, an die man im voraus denken soll, muss von einer besonderen Wichtigkeit und Bedeutung sein. Sodann kann man aus diesen Worten erkennen, dass wir auch unsere irdischen Angelegenheiten im voraus so einrichten sollen, dass es uns möglich werden kann, einen ungestörten Sonntag zu erhalten. Viele büssen seinen Segen, die Ruhe der Seele in Gott und Seinem Worte nur dadurch ein, dass sie des Sonntags nicht im voraus gedenken, ihn nicht von solchen Geschäften und Besuchen freihalten, die sie und ihr Haus an der Heilighaltung desselben hindern. Viele leiden an Abhaltungen, die sie selbst hätten beseitigen können, wenn sie das Wort des Herrn befolgt hätten: "Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest."

Aber was sollen wir tun, um den Feiertag zu heiligen? Wie wird der Sonntag geheiligt, und wie wird er entheiligt? Unser Lehrvater Luther drückt es in einer kurzen, aber inhaltsreichen Zusammenfassung so aus: "Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und Sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen." Das ist es, was das Gebot des Sonntags im Geist des Neuen Testamentes fordert. Wenn wir einen solchen Sinn haben, der Gottes Wort liebt, dann werden wir sicherlich auch im Werk und in der Tat den Ruhetag heiligen. Zwar ist es sehr schwer, die äußere Beschäftigung so vorzuschreiben, dass sie für jeden Fall und für jede Gelegenheit passt; zum anderen ist der Sonntag auch durch die vortrefflichsten Andachtsübungen und die schönsten Taten nicht geheiligt, wenn sie nicht aus der Gottesfurcht und aus der Liebe zu Gott und Seinem Wort fließen; denn ohne diese sind sie vor Gott nichts anderes als Heuchelei. Der Geist der Gottesfurcht und der Liebe muss im Herzen wohnen, dann wird er dir auch für jeden besonderen Fall das sagen, was du in bezug auf das Äußere tun und lassen musst. Die Hauptsache ist nur, dass wir Gott so fürchten und lieben, dass wir Sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gern hören und lernen.

Demnach verbietet das dritte Gebot also, ein gottloses und irdisch gesinntes Herz zu haben, das das heilige Wort verachtet und darum auch am Tage des Herrn glaubt, das tun zu können, was ihm gefällt. Werfen wir nur einen Blick hinaus in die Welt und darauf, wie es im allgemeinen zuzugehen pflegt, so stossen wir auf so betrübliche und merkwürdige Umstände, dass man nur enttäuscht sein kann.

Hier nur zwei Tatsachen: Die ersten Worte, die wir in der Schrift über die Stiftung des Sabbats finden, sind diese: "Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn." Er ist also ein von Gott "gesegneter" Tag. Wir müssen auch von ganzem Herzen bekennen, dass er ein gesegneter Tag vor allen anderen wurde, ein Tag, an dem Gott dem Menschen besonders begegnen und einen Segen über ihn ausgiessen will, den nur der unendliche Lobgesang der Ewigkeiten aus dem Mund der seligen Scharen vor Gottes Thron recht wird preisen können - einen Segen von hoher, himmlischer Natur, der sich in unendliche Seligkeit auflöst.

Weiter heißt es: "Gott heiligte den Tag." Er sollte ein heiliger Tag vor allen anderen Tagen sein, ausgesondert nur für heilige und himmlische Dinge. Doch welch ein Anblick! Welch ein sonderbares Schauspiel, wenn wir bedenken, was dieser Tag für die Welt, für den ungläubigen Menschen geworden ist: In beiden eben genannten Hinsichten wurde er der grellste Gegensatz, der größte Fluch und der unheiligste Tag aller Tage. Die Arbeitstage können nach dem Gebrauch der Welt heilig genannt werden im Vergleich mit dem Ruhetag. Die meisten Kinder der Welt verrichten an den Arbeitstagen nur die erlaubten Werke ihres Berufes, am Sonntag aber muss man hinaus, um seinen Vergnügungen nachzugehen. Und dazu muss man das haben, was das Herz begehrt, man braucht die Sünde, die Befriedigung der fleischlichen Lüste. Der eine tut es in gröberen Lüsten, als da sind Schlemmerei, Trunksucht oder nächtliche Ausschweifungen; ein anderer in feinerer Weise, in blosser Trägheit oder im Zeitvertreib, in verfänglichen Reden und leichtsinnigen Gesellschaften, Theatern und Spielen, - wobei auch das, was an anderen Tagen unschuldig wäre, wie zum Beispiel irdische Arbeit, weltliche Studien u. a. an dem vom Herrn geheiligten Ruhetage offenbare Sünde wird. Kurz, wie es im allgemeinen zuzugehen pflegt, so muss man dem Worte recht geben: "Der Sonntag ist der Sündentag."

Dass aber der Sabbat zum Fluch wird, geschieht auch noch in einer feineren, einer geistlichen und verborgenen Weise, nämlich bei denen, die zwar äußerlich den Sonntag durch regelmässigen Kirchgang und äußerlichen Gebrauch des Wortes halten, dies jedoch ohne Ehrfurcht und die heilige Furcht vor dem Herrn, der im Worte mit ihnen redet, und ohne Bußfertigkeit und Gehorsam. Sie haben darum auch so wenig Segen von ihrem Hören, dass es ihnen besser gewesen wäre, wenn sie an diesem Tage irdische Arbeit verrichtet hätten. Sie haben als Frucht ihres Hörens nur eine Verhärtung und Verstockung. Denn je mehr sich ein Sinn daran gewöhnt, das Wort Gottes vergeblich zu hören, desto mehr wird er abgestumpft und verhärtet. Und wer nicht mit Aufrichtigkeit vor dem Herrn Seinem Worte sofort gehorchen und dasselbe befolgen will, der wird ebenfalls vom Hören nur verhärtet. So wird der Tag, den Gott, der Herr, segnete, einem unbussfertigen und falschen Sinn zum Fluch.


Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst."

Das Sabbatgebot ist älter als die Gesetzgebung auf Sinai. Wir finden den Hinweis darauf schon auf dem ersten Blatt unserer Bibel, wo es heißt: Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn. Die Einteilung der Zeit in Wochen und Jahre entspricht dem angeborenen Bedürfnis des Menschen, und in großer Weisheit hat der Schöpfer die richtige Proportion bestimmt: Sechs Tage äußerlicher, irdischer Arbeit zu einem Tag körperlicher Ruhe und geistlicher Weihe.

Wir feiern nach dem Vorbild der ersten Christen den Sonntag als unseren Sabbattag (1. Kor. 16, 2; Apost. 20, 7; Off. 1, 10). An einem Sonntag ist der Herr siegreich vom Grab erstanden und hat damit neues Leben angebahnt, einen ganz neuen Anfang gemacht. Das hebt aber das Urgesetz von dem alle sieben Tage wiederkehrenden Ruhetag nicht auf, das für die Wohlfahrt der Einzelnen und der Völker so wichtig ist. Aber wir Kinder des Neuen Bundes haben daneben noch ein viel herrlicheres Vorrecht. Wir, die wir glauben, gehen ein zur Ruhe, sagt uns Gottes Wort (Hebr. 4, 3). In Jesus ist Ruhe, nicht nur an einem Tag, sondern alle Tage, bei Arbeit und Mühe, in Kampf und Schmerz. Unsere Sonntage aber sind ein süsser Vorgeschmack des ewigen Sabbats vor Gottes Angesicht.

O Du des Sonntags Sonne, mein Heiland Jesus Christ, Der Du des Himmels Wonne, des Lebens Quelle bist, Durchleuchte und durchziehe mir Geist und Seele ganz, Dass alles Finstre fliehe vor Deines Lichtes Glanz.


Autor: Christoph Blumhardt (* 01.06.1842; † 02.08.1919) deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer und Kirchenlieddichter
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Den Sabbat heiligen, heißt ihn aussondern von den andern Tagen als einen Ruhetag im Gegensatz zu den Arbeitstagen. Das soll geschehen, nicht nur um von den leiblichen Anstrengungen auszuruhen, sondern auch zur Ehre Gottes, um Gottes und Seiner Sache in Ruhe zu gedenken, also auch geistliche Erquickung zu bekommen. Dessen, so sagt der HErr, sollte Israel eingedenk bleiben. Und wie für Israel, so sollte es auch für uns eine dauernde Pflicht sein, den Tag zu heiligen, weil wir so auch Gott selber heiligen. Ernstlich hat's Gott mit diesem Gebot gemeint, da dasselbe oft und mit vielen Worten und Auslegungen in der mosaischen Gesetzgebung und in den Propheten ausgesprochen wird. Und man sieht es deutlich, daß Gott damit des Menschen leibliches und geistliches Wohlergehen im Auge hatte, wie auch unser Heiland sagt, „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht“ (Mark. 2, 27). Es ist auch wirklich der Erfahrung gemäß, daß der Sonntag als Ruhetag eine außerordentliche Wohltat für den Menschen ist - und wer ihn mißachtet, hat lauter Schaden davon.

Es sind aber zwei Gefahren zu vermeiden.

Die erste ist die, -daß man leicht ein Gesetzeswerk daraus macht, wie wenn alles getan wäre, wenn man nur strenge Sabbatregeln hielte! Es gibt christliche Länder, in denen man gar zu streng und übermäßig den Sonntag - welcher jetzt für den Sabbat gilt - hält; und man hat ihm Gesetze angehängt, die ganz den „Aufsätzen der Ältesten“ gleichen, die der HErr so sehr tadelt (Mark. 7, 3). Auf diese Weise macht man sich das, was Gott uns hat zu einer Erquickung gönnen wollen, zu einer Last, die unter Umständen sehr drückend, fast unerträglich werden und leiblich und geistlich schaden kann. Geistlich schadet's hauptsächlich auch darum, weil man nur gar zu leicht Verdienstliches darin findet - und um so mehr, je peinlicher man's ausführt! Der HErr aber will nur die gewohnten Erwerbsgeschäfte und die eigentliche Arbeit eingestellt wissen, wie sie sich nur zu Wochentagen eignet. Er will aber für die Tagesbedürfnisse, die auch der Sonntag hat, alle Freiheit lassen.

Indem man aber dieser Gefahr ausweichen will, geraten viele in die andere, insofern als sie doch glauben, manche Geschäfte mit unterlaufen lassen zu dürfen, die nicht taugen. „Nur ein wenig“ wollen sie tun - kommen aber immer weiter, bis der Ruhetag nicht mehr zu sehen ist! Mit solcher Nachsicht ist's bei vielen soweit gekommen, daß ihnen der Sonntag fast wie ein Werktag geworden ist. Es ist, wie wenn sie meinen würden, es sei schade, daß ihnen der Tag für den Erwerb verlorengehe! Die es so machen, müssen es mit der Zeit schwer büßen. Denn sie verkümmern sich damit ihr Leben, kommen immer mehr von Kräften, werden namentlich gerne aufgeregt und hitzig. Und sie ziehen sich nur gar zu häufig Krankheiten, wohl auch einen frühzeitigen Tod zu. Groß ist der Schaden ohnehin nach der Seite, daß man so gar nie zu einer inneren Sammlung kommt, was der ganzen Familie bezüglich ihrer Haltung zum Christentum ein Unsegen ist. Es rächt sich somit von selbst an Leib und Seele die Mißachtung des gnädigen Willens Gottes, der so klar und deutlich und annehmbar mit offenbarem Wohlwollen von Gott ausgesprochen worden ist.

Ohne den Sonntag wäre der Christen ganzes Wesen bald wieder ein heidnisches - und man kann das sehen, wenn man drauf achtet.


Autor: Ludwig Hofacker (* 15.04.1798; † 18.11.1828) deutscher evangelischer Pfarrer
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Gott hat dich den Sonntag schon so oft erleben lassen. Wie ist es dir nun zumute und wie muß es dir zumute werden, wenn du in der Stille der Sache nachdenkst und dich vor Gottes heiligem Angesicht fragst: Ob du auch den Tag des Herrn lauterlich zu seiner Ehre und zu deinem Seelenheil angewendet habest? Ob du in der Kirche, wenn du darein gekommen, mit gehöriger Andacht gebetet und gesungen, mit heiliger Begierde dem Wort Gottes zugehört, das Liebesmahl Jesu Christi öfters und wie sichs gebührt mit ernstlicher Zubereitung durch Buße und Glauben empfangen oder ob du dies alles sträflich unterlassen, mit eitlen Absichten zur Kirche gegangen, mit fremden Gedanken das Gebet und den Gesang entheiligt, die Kraft des gepredigten Worts an deinem Herzen durch Unachtsamkeit und Zerstreuung, durch Schwätzen und Schlafen gehindert, das heilige Abendmahl entweder gar versäumt oder dasselbe nur um des Brauchs willen ohne Buße und Andacht und ohne erfolgende Besserung genossen.habest? Ob du dem gehörten Wort auch zu Haus nachgedacht, es mit den Deinigen wiederholt, die Bibel oder ein anderes gutes Buch zur Hand genommen und dich darinnen erbaut oder vornehmlich für deinen Leib gesorgt, allerhand Mutwillen getrieben und andern gestattet und deine geistliche Ruhe und Besorgung darüber unverantwortlich versäumt habest? - Soviel über das dritte Gebot und über die erste Tafel überhaupt. Wie groß ist aber unser Sündenregister angewachsen, wenn wir uns nur nach den ersten drei Geboten prüfen! Wie viel verdammliche Abweichungen sind uns schon vor Augen gekommen, derer nicht zu gedenken, die wir nicht einmal erkennen, die aber Gottes helle Augen an uns wahrnehmen! Ja Ursache genug, unter dieser unseligen Last zu seufzen und zu klagen:

Wo soll ich fliehen hin, weil ich beschweret bin mit viel und großen Sünden? Wo kann ich Rettung finden? Wenn alle Welt herkäme, mein Angst sie nicht wegnähme.


Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Ein großer Gottesmann hat einmal das feine Wort gesagt: „Als Gott die Menschen aus dem Paradies trieb, da ließ Er ihnen zwei Erinnerungen an diese schöne Zeit: die Familie und den Sonntag." Der Sonntag ist ein Stück Ewigkeit in der Zeit, ist eine Erinnerung an das Ruhen Gottes und eine Verheißung auf die vollendete Ruhe der Kinder Gottes in der zukünftigen Welt.

Aber da wird nun deutlich, wie verkehrt wir Menschen sind. Die Leute zurzeit Jesu haben aus diesem köstlichen Geschenk Gottes eine furchtbare und unerträgliche Last gemacht. Und wir können darum gut verstehen, dass die ersten Christen, die aus der Heidenwelt gewonnen wurden, sich ganz von der jüdischen Last des Sabbats trennten und den ersten Tag der Woche, den Auferstehungstag unseres Heilandes, zum Ruhetag und Sabbat machten. Auch unsere Zeit versteht mit dem Geschenk Gottes nichts Rechtes anzufangen. Man achtet's nicht als ein Gottesgeschenk aus dem Paradies. Man meint, man könne ohne dieses Geschenk auskommen. Man braucht das Geschenk nach eigenem Gutdünken und verdirbt es so.

Aber wie arm werden wir ohne einen rechten Feiertag! Wie wird unser Leben unruhig und gehetzt. Unser Familien- und Volksleben wird durch die Zerstörung der Sonntagsheiligung an einer empfindlichen Stelle getroffen. Wo man aber Gottes Geschenk verachtet und mit Füßen tritt, da versündigt man sich. Da ist der Zorn und das Gericht Gottes nicht weit. Wo man aber den Herrn Jesus aufnimmt, da bekommt man einen neuen Blick für alle guten Gaben Gottes. Auch für den Feiertag. Lasst uns recht Sabbat feiern im Geist und in der Wahrheit. Unsere Sonntage sollen Feiertage sein, wo es heißt: „Ruht nur, meine Weltgeschäfte, / heute hab' ich sonst zu tun; / denn ich brauche alle Kräfte, / in dem höchsten Gott zu ruhn." Amen.


Autor: Hermann Bezzel (*18.05.1861; † 08.06.1917) deutscher lutherischer Theologe
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Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.

Der Familie den Sonntag! Hat der Vater durch des Amtes und der Arbeit große Bürde keine Zeit am Werktag für die, die ihm auf die Seele gebunden sind, und für die Ewigkeit, so nehme er wenigstens den Sonntag aus, wo er seiner Familie Hausherr, Hausvater, Hauspriester ist! Nicht einen pedantischen, äußerlich knechtischen Sonntag, einen Sonntag, dessen öde die Kinder durch die ganze Woche bejammern, auf den sie sich fürchten, sondern einen Sonntag mit der Seele nach gut evangelischem Brauch, wo Vater und Mutter und Kinder Gottes Wort hören, die alten Bilderbibeln wieder einmal ansehen, aus alter Zeit erzählen und dann hinaus in die freie Natur streben. hier werden Verbindungen zwischen Eltern und Kindern geschlossen, die in die Ewigkeit währen. Wir haben viel zu viel den französischen Sonntag. Hier müssen wir einsetzen und den edlen deutschen Sonntag, um den die Poesie ihre Blüten gerankt, um die ein Ludwig Richter seine herrlichen Bilder, ein Rudolf Schäfer seine feinsten Zeichnungen angesiedelt hat, diesen Sonntag unserm Volke wieder erstehen lassen.