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Predigten zu Offenbarung 22,15

"Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Die Verbindung von der Gegenwart und der Zukunft."

Wir haben von manchen Ungläubigen gehört, die ihren Unglauben schmerzlich beklagten, wenn's zum Sterben kam. Habt ihr jemals von einem Christen gehört, dem es ähnlich erging? Habt ihr jemals gehört, dass jemand auf seinem Totenbett auf ein heiliges Leben mit Schmerz zurückgeblickt hat? Wir haben den Wollüstling mit untergrabener Gesundheit zum Skelett zusammenschrumpfen sehen in Folge seiner Übertretungen, und wir haben ihn den Tag verfluchen hören, an dem er den Weg der Zucht verließ. Wir haben das arme Kind der Sünde und Schwelgerei in Krankheit verwesen sehen, wir haben ihren Klageschrei gehört und haben vernommen, wie sie sich bitterlich verfluchte, dass sie sich jemals zum sogenannten Pfade der Lust abwandte, aber in Wahrheit zum Pfade der Hölle. Wir haben den Geizhals gesehen, der seine Säcke mit Gold gefüllt, und wir haben gefunden, dass er sich verfluchte auf seinem Sterbebett, weil sein Gold nicht die Pein seines Herzens stillen und ihm Freude gewähren konnte. Nie, nie haben wir einen Christen gekannt, der da Reue fühlte über sein Christentum. Wir haben Christen so krank gesehen, dass wir uns wunderten, wie sie noch leben konnten - so arm, dass wir über ihr Elend erstaunten - so voll von Zweifeln, dass uns jammerte ihres Unglaubens; aber auch dann haben wir sie nie sagen hören: "Ich bereue es, dass ich mich Christus ergeben haben." Nein, auch in der Todesnacht, wenn Leib und Seele dahinschwanden, haben sie dies als einen Schatz umfangen und an ihr Herz gedrückt, und bekannten es noch, dass dies ihr Leben, ihre Freude, ihr Ein und Alles sei. Ach, wollt ihr glücklich sein, wollt ihr selig werden, wollt ihr auf sonnigen Wegen gehen, wollt ihr die Nesseln auf eurem Pfade ausreuten und die Dornen abstumpfen, so "trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles zufallen." Sucht nicht zuerst euer Glück; sucht Christus zuerst und das Glück wird hernach kommen. Sucht zuerst den Herrn, so wird er euch mit allem versorgen, was euch heilsam ist in diesem Leben; und wird euch krönen mit allem, was glorreich ist in dem zukünftigen. "Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder." (1.Joh.3,2)


Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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In dieser Woche beschäftigt uns das große Zukunftsereignis: die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit. Das ist etwas, was die Herzen der Kinder Gottes höher schlagen läßt. Je dunkler die Weltzeit wird, desto dringender wird der Ruf, mit dem die Offenbarung schließt: „Ja komm, Herr Jesu!« Aber da stehen nun ein paar Verse vorher noch einige Worte, die uns nachdenklich machen müssen: „Draußen sind . . .* Es gibt allezeit so ein „Draußen". Das macht allerdings den meisten Leuten jetzt nichts zu schaffen. Es fällt ja kaum in die Augen, wenn man „draußen", vor den Toren des Reiches Gottes, steht. Und dann — die Türen stehen ja noch so weit offen!

Aber eines Tages sind die Türen zu. Und das Reich Gottes wird in Herrlichkeit offenbart. Davon ist die Wiederkunft Jesu nur der Anfang. Und da muß es schrecklich sein, draußen zu stehen. Sind wir sicher, daß wir nicht dabei sind? Wie, wenn uns Jesu Wiederkunft mitten in einem ungeistlichen Leben überfiele? Unser Herz ist doch auch so abgöttisch, daß es alles andre mehr liebt als Gott! Und lieben wir nicht heimlich die Lüge? Und sind wir nicht auch noch „Totschläger", wenn wir hassen und streiten? Und wieviel dunkle Geheimnisse der Unkeuschheit sind in der Gemeinde des Herrn verborgen! Man kann die Botschaft von der Zukunft nicht hören, ohne daß man in die Buße getrieben wird. Jesus kommt! Darum: Heraus aus allem, was aufhält und beschwert! Amen.