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Predigten zu Römer 5,10

"Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, viel mehr werden wir, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden."

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Wenn wir mit Gott, als wir seine Feinde waren, versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, so werden wir um so viel mehr, da wir nun versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben."

Gott sagt uns in seinem Wort ganz klar, dass er auf jedes menschliche Bedürfnis nur eine einzige Antwort hat: seinen Sohn Jesus Christus. Bei allem seinem Handeln an uns geht er so vor, dass er uns beiseite stellt und Christus an unsere Stelle setzt. Gottes Sohn starb an unserer Statt zu unserer Vergebung; und er lebt an unserer Statt zu unserer Erlösung. Wir können also von einer doppelten Stellvertretung sprechen: Christus starb stellvertretend für uns am Kreuz und erwarb uns die Vergebung; und er lebt stellvertretend für uns und sichert uns den Sieg. Es ist für uns sehr hilfreich und erspart uns viel Verwirrung, wenn wir uns ständig vor Augen halten, dass Gott unsere Fragen nur in einer einzigen Weise beantwortet, nämlich dadurch, dass er uns mehr von seinem Sohn zeigt.


Autor: Ludwig Hofacker (* 15.04.1798; † 18.11.1828) deutscher evangelischer Pfarrer
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Wer sind die Feinde Jesu? Wir brauchen nicht weit um uns herumzusehen; es darf nur ein jeder in sein Herz blicken, da werden wir gewißlich alle finden, welch eine Feindschaft gegen die gekreuzigte Liebe in unserem eigenen Herzen ist, oder wenigstens gewesen ist. Wir dürfen es nicht so ansehen, als ob nur gewisse Arten von Menschen, Sadduzäer oder Pharisäer, oder deren Gott der Bauch oder etwas anderes ist, zu den Feinden des Kreuzes Christi gehören; ach nein, der sadduzäische Unglaube und Hochmut und die pharisäische Selbstgerechtigkeit sind nichts als Offenbarung dessen, was in jedes Menschen Herz von Natur liegt; unser Herz ist von Natur sadduzäisch und pharisäisch und irdisch gesinnt, wir sind geborene Jesusfeinde. Ja, lieber Mensch, der du vielleicht dieses oder jenes Gute an dir hast und findest, der du vielleicht schon manche gute und andächtige Rührung vom Heiland hattest und vielleicht deine Freude an dem Evangelium findest; das sei dir gesagt, das bilde dir festiglich ein: Du bist ein geborener Jesusfeind. Denn du bist von Natur unter der Obrigkeit der Finsternis, und die Finsternis hasset das licht. Ja, man kann schon manche Züge des Vaters an seinem Herzen erfahren haben, und doch ist in dem Herzen, in dem tiefsten Herzensgrunde noch eine tiefverborgene Feindschaft gegen Jesum und sein Kreuz. O, wem das unglaublich vorkommen sollte, wer sich an diesen Worten stoßen sollte, den kann ich nichts als bedauern; zu dem kann ich nichts sagen als: Kaufe dir Augensalbe, auf daß du sehen mögest, denn du bist noch blind; wem das unglaublich vorkommen sollte, von dem weiß ich gewiß, daß er noch nicht in der wahren Gemeinschaft mit Jesu steht: Denn wenn es dazu kommen, wenn die Scheidewand fallen soll - ach, dann erhebt sich erst die satanische Art in unserem Herzen gegen das Kreuz Christi, dann wird es allererst offenbar, was in uns für eine Feindschaft gegen Jesum lebt und fortlebt, wenn nicht der Herr dazwischentritt. - Wir sind so lange geborene Feinde Jesu, bewußt oder unbewußt, bis wir durch die Kraft des Blutes und Todes Christi überwältigt werden, bis durch die Offenbarung seines süßen Namens und Kreuzes ein zerschlagenes und zermalmtes Herz zustande kommt, darin die Liebe Gottes ausgegossen wird.

Hüter, wird die Nacht der Sünden nicht verschwinden? Hüter, ist die Nacht schier hin? Wird die Finsternis der Sinnen bald zerrinnen, darein ich verhüllet bin? Möcht ich wie das Rund der Erden Lichte werden! Seelensonne, geh mir auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, befördre deinen Lauf! Wir sind ja der Nacht entnommen, weil du kommen. Aber ich bin lauter Nacht; darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht.