Gottes ist der Orient! Gottes ist der Okzident! Nord- und südliches Gelände ruht im Frieden seiner Hände.
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Die Natur Gottes, die Unsterblichkeit, das Wesen unserer Seele und ihr Zusammenhang mit dem Körper sind ewige Probleme, worin uns die Philosophen nicht weiterhelfen.
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Wir sind alle Christen, und Augsburg und Dortrecht machen so wenig einen wesentlichen Unterschied der Religion als Frankreich und Deutschland in dem Wesen des Menschen.
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Wir lernen das Überirdische schätzen; wir sehnen uns nach Offenbarung, die nirgends würdiger und schöner brennt als in dem Neuen Testament.
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Der Mensch ist ein dunkles Wesen. Er weiß nicht, woher er kommt, noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigsten von sich selber.
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Der Mensch ist ein beschränktes Wesen. Unsere Beschränkung zu überdenken ist der Sonntag gewidmet.
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Auch das ist Kunst, ist Gottes Gabe, aus ein paar sonnenhellen Tagen sich so viel Licht ins Herz zu tragen, dass, wenn der Sommer längst verweht, das Leuchten immer noch besteht.
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Ich verbeuge mich vor Christus als Offenbarung des höchsten Prinzips der Sittlichkeit.
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Der Glaube ist ein großes Gefühl von Sicherheit für die Gegenwart und Zukunft, und diese Sicherheit entspringt aus dem Zutrauen auf ein übergroßes, übermächtiges und unerforschliches Wesen.
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Klüger und einsichtiger wird die Menschheit werden, aber besser, glücklicher und tatkräftiger nicht, oder doch nur auf Epochen. Ich sehe die Zeit kommen, wo Gott keine Freude mehr an ihr hat und er abermals alles zusammenschlagen muss zu einer verjüngenden Schöpfung.
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Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muss man es immer wieder von neuem sagen.
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Der große Einwand, der gegen die christliche Religion erhoben werden kann, ist der, dass sie die Starken den Schwachen opfert. Wie sollte man aber nicht damit einverstanden sein, dass die Stärke benützt wird, um den Schwachen zu helfen?
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Gottes Schutz scheint uns leicht entbehrlich, solange wir ihn besitzen. Zu unserem eigenen Nutzen und Wohl entzieht ihn Gott zuweilen, damit wir erkennen, dass ohne Gottes Schutz der Mensch ein reines Nichts ist.
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Kommt der Geist eines Menschen vor zeitlichen Sorgen nicht zur Ruhe, so kann er Gott nicht näher kommen.
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Jesus sagte zu Petrus: "Weide meine Schafe!", und nicht: "Melke oder schere sie!"
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