Christliche Liederdatenbank    

Du höchstes Licht, du ewger Schein

1) Du höchstes Licht, du ewger Schein,
du Gott und treuer Herre mein,
von dir der Gnaden Glanz ausgeht
und leuchtet schön so früh wie spät.

2) Das ist der Herre Jesus Christ,
der ja die göttlich Wahrheit ist,
mit seiner Lehr hell scheint und leucht',
bis er die Herzen zu sich zeucht.

3) Er ist das Licht der ganzen Welt,
das jedem klar vor Augen stellt
den hellen, schönen, lichten Tag,
an dem er selig werden mag.

4) Den Tag, Herr, deines lieben Sohns
lass stetig leuchten über uns,
damit, die wir geboren blind,
doch werden noch des Tages Kind'

5) und wandeln, wie's dem wohl ansteht,
in dessen Herzen hell aufgeht
der Tag des Heils, die Gnadenzeit,
da fern ist alle Dunkelheit.

6) Die Werk der Finsternis sind grob
und dienen nicht zu deinem Lob;
die Werk des Lichtes scheinen klar,
dein Ehr sie machen offenbar.

7) Zuletzt hilf uns zur heilgen Stadt,
die weder Nacht noch Tage hat,
da du, Gott, strahlst voll Herrlichkeit,
du schönstes Licht in Ewigkeit.

8) O Sonn der Gnad ohn Niedergang,
nimm von uns an den Lobgesang,
auf dass erklinge diese Weis
zum Guten uns und dir zum Preis.

Ähnlich wie in dem bekannteren der Morgenlieder aus der Konstanzer Reformation (RG-Nr. 557) geht es hier weniger um den konkreten Morgen als um die Erleuchtung des Lebens durch den Glanz der Ewigkeit, die in den Bildern des Gottes-Tages und der heiligen Stadt beschrieben wird. Die Melodie erinnert in ihrer Struktur an mittelalterliche Hymnen, zeichnet sich aber durch eine weiter ausgreifende Bewegung aus. (Andreas Marti)

Text: (1541)
Melodie: (1544)
CCLI-Nr.: 5208201

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

  Cover Nummer Noten
Chorbuch zum Gotteslob 839 Bestellen
Evangelisch-reformiertes Gesangbuch (RG) 560 Bestellen
Evangelisches Gesangbuch 441 Bestellen