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Predigten zu Epheser 3,19

"und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, auf dass ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Die Liebe Christi, die alle Erkenntnis übertrifft."

Die Liebe Christi übertrifft in ihrer Zartheit, in ihrem Reichtum, in ihrer Grösse und Treue alle menschliche Fassungskraft. Wo fände man Worte und Ausdrücke, die seine unvergleichliche, seine unerreichbare Liebe gegen die Menschenkinder beschreiben könnten? Sie ist so weit und unabsehbar groß! Gleichwie die Schwalbe das Wasser nur mit den Spitzen ihrer Flügel berührt und sich nicht in seine Tiefen taucht, so berührt jedes Wort der Schilderung nur die Oberfläche, und die unermesslichen Tiefen liegen darunter. Wohl singt mit Recht der Dichter: "Unergründlich Meer der Liebe! Abgrund aller Liebeswonne! Du, der Liebe Lebens-Sonne!" Denn diese Liebe Christi ist in Wahrheit unermesslich und unergründlich. Wer kann sie fassen? Ehe wir uns von der Liebe Jesu einen rechten Begriff machen könnten, müssten wir seine frühere Herrlichkeit in seiner erhabenen Majestät kennen lernen und müssten verstehen lernen die ganze tiefe der Erniedrigung in seiner Menschwerdung auf Erden. Aber wer kann uns unterweisen von der Hoheit Christi? Als Er auf dem Stuhl sass im höchsten Himmel, da war Er wahrer Gott aus wahrem Gott; durch Ihn sind alle Himmel gemacht mit allen ihren Heerscharen. Sein allmächtiger Arm erhielt den Weltkreis; das Lob der Cherubim und Seraphim umwogte Ihn ohne Aufhören; das volle Jubelgetöne des Halleluja-Gesanges aller Himmelsräume ergoss sich ununterbrochen vor seinem Thron; Er herrschte hoch erhaben über allen seinen Geschöpfen, Gott über alles, hochgelobt in Ewigkeit. Wer kann die Höhe seines Ruhms aussagen? Aber wer vermag auch die Tiefe zu beschreiben, in die Er hinabstieg? Ein Mensch zu werden, das war schon viel, ein Mann der Schmerzen zu werden, weit mehr; zu bluten, zu leiden und zu sterben, das war viel für Den, der Gottes Sohn genannt war, aber so unaussprechliche Angst ertragen, solch einen Tod der Schmach und des Verrats erleiden zu müssen, das ist ein Tiefe der erbarmenden Liebe, welche auch das begeistertste Gemüt in Ewigkeit nie zu ergründen vermag. Das ist Liebe! und wahrlich eine Liebe, "die alle Erkenntnis übertrifft." O, dass doch diese Liebe unsre Herzen erfüllte mit anbetendem Dank, und uns zu lebendigen Zeugnissen ihrer Allmacht erhöbe!


Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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EIN AUFTRAG ZU LIEBEN

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um der Verpflichtung zur Nächstenliebe nachzukommen. Hier sind einige Vorschläge:

Schlichte einen Streit.

Ruf einen Freund an, den du lange nicht mehr gesehen hast.

Ersetze Misstrauen durch Vertrauen.

Beseitige Bitterkeit aus deinem Leben.

Überrasche jemanden, den du liebst, mit einem Brief.

Lass jemanden wissen, wie sehr du ihn wertschätzt.

Halte deine Versprechen ein.

Bitte Gott, jemandem zu vergeben, der dich schlecht behandelt hat, und vergiss das Ganze.

Erwarte nicht zu viel von deiner Familie.

Vergiss nicht, dich immer wieder zu bedanken.

Erzähl jemandem, den du liebst, dass du dich um ihn sorgst.

Bete für einen deiner Feinde.

Schicke jemandem, der in Not ist, Geld.

Bitte Gott um Hilfe, um so lieben zu können, wie Jesus es tat.


Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Zu erkennen die das Erkennen übersteigende Liebe Christi; auf das ihr erfüllt werdet zu der ganzen Fülle Gottes."

Während er auf Erden lebte, war Jesus selbst das Gefäss göttlichen Lebens. Wenn Menschen ihn berührten, berührten sie Gott; wenn sie ihn sahen, sahen sie Gott. In ihm wohnte die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Denn das war das Wohlgefallen des Vaters (Kolosser 1,19; 2,9).

Was sehen wir heute? Wir, die wir glauben, besitzen jenes Leben. Von uns heißt es, dass wir seine Fülle empfangen haben. Wenn uns Menschen begegnen, sehen sie dann die alles übersteigende Liebe Christi? Wenn sie uns anrühren, berühren sie dann etwas von Gott?


Autor: Samuel Keller (* 15.03.1856; † 14.11.1924) deutscher protestantischer Theologe und Schriftsteller

"Gott gehe euch zu erkennen, dass Christum lieb haben viel besser ist, denn alles Wissen, auf dass ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfülle."

Der natürliche Mensch erkennt das nicht; ihm ist viel Wissen das höchste Ziel, weil es Macht und Ehre bedeutet. Dass dabei das Herz öde und leer und das Leben sittenlos und verwerflich sein könne, bedenkt er nicht, oder es bedeutet ihm nichts. Wir aber haben schon an dem Wenigen, was wir von der Liebe Christi zu uns und unserer Liebe zu ihm erlebt haben, den übermächtigen Eindruck empfangen, dass auf dieser Linie unseres Erdenlebens Segen, unseres Sterbens Trost und die Herrlichkeit der Ewigkeit uns zuwächst! Darum sehnen wir uns nach mehr Gottesfülle. Ja, nach allerlei Gottesfülle: nicht nur auf einem besonderen Gebiete - der sittlichen Kraft - sondern auf allen Gebieten soll die Liebe Christi unser Glück und unser Reichtum werden. Wenn wir darauf hingewiesen werden, wenn man uns dergleichen erbittet, dann stimmt unsere Seele freudig zu. Denn es stimmt mit den heißesten Wünschen unseres neuen Wesens überein: Christum lieb haben! Dass wir das dürfen, dass wir das verstehen, dass wir darin immer mehr wachsen sollen - wem unter uns schwellt dieses Wort nicht die Brust!

Herr, unser Gott! Führe du uns tiefer hinein in den Zusammenhang mit dir und deinem lieben Sohn. Wir sehnen uns nach mehr Leben und Liebe. Gib uns Erkenntnis und Erleben Christi. Dann ruht unser Herz an deinem Herzen. Amen.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Wahrer Gottesdienst bringt Freude

Die Bibel belehrt die Gläubigen, dass sie sich dem Ruhm des Herrn Jesus Christus zu weihen haben, weil sie Ihn lieben – obwohl sie Ihn noch nicht gesehen haben. Das ist die Summe des Christentums: Ihn erkennen und Ihn lieben! »Dies ist das ewige Leben, dass sie … Jesus Christus erkennen«, lehrte Jesus. So bedeutet die Erkenntnis Gottes ewiges Leben, und der Auftrag der Gemeinde ist, diese Erkenntnis des göttlichen Lebens den Menschen zu vermitteln. Es ist eine wunderschöne Facette der Liebe, dass wir alles mit Freude und Vergnügen verrichten, was dem Geliebten gefällt. Ich meine, ein Christ, der wirklich den Herrn Jesus Christus liebt, wird durch den Dienst für seinen Herrn nie verdrossen oder irritiert werden. Der Herr wird ihm Freude geben, wenn er seinen Dienst für Gott treu verrichtet – ich sage das auf diese Weise, weil die langweiligen und verdrießlichen Seiten des christlichen Dienstes zu den Dingen gehören, die Menschen und Organisationen hinzugefügt haben. Damit meine ich Dinge, die nicht schriftgemäß sind. Es ist immer schön und macht große Freude, den zu rühmen, den man liebt. Wer Jesus Christus wirklich liebt, hält es für eines der größten Vergnügen seines Lebens, die Möglichkeit zu haben, anderen beschreiben zu können, wie er Seine große Liebe zu uns entdeckt hat und wie wir nun versuchen, Ihn wieder lieb zu haben, indem wir Ihn durch unseren täglichen Dienst ehren!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Warum sich zur Ruhe setzen?

Warum sollte sich ein Christ »zur Ruhe setzen«, sobald er den Herrn kennt? Ich mache eine falsche Auslegung des Neuen Testaments dafür verantwortlich, dass viele Christen anhalten, nachdem sie den Weg des Glaubens begonnen haben, und mit einem Achselzucken den Hinweis abtun, dass immer noch geistliches Wachstum und Vorwärtsschreiten auf sie wartet.

Manche Möchtegernprediger vertreten die Auffassung, dass jeder, der ins Reich Gottes kommt, sofort alles empfängt, was ihm Gott an geistlicher Nahrung geben möchte.

Ich meine, solche Lehre sei für das geistliche Leben eines Christen so tödlich wie Zyankali. Sie tötet jede Hoffnung auf geistliches Wachstum ab und ruft in Gläubigen eine Haltung hervor, die ich mit dem Ausdruck »Bekenntnis der Zufriedenheit« umschreiben will. Ich denke, du stimmst mir darin zu, dass im Herzen eines Menschen, der ein Kind Gottes geworden ist, immer echte Freude wohnen wird. Gesunde Lehre aus Gottes Wort wird ihm dann das Ziel zeigen, auf das hin er vorwärts schreiten wird, dem Wunsch des Apostels Paulus nacheifernd, eine besondere Art Christ zu werden!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Wir wollen vorwärts schreiten

Es war der größte Wunsch des Apostels Paulus, in der Kenntnis und im Segen Gottes immer weiter vorwärts zu schreiten. Doch manche modernen Theologen bezeichnen diese Art des Wünschens, des Verlangens als »Fanatismus «, aber nicht als »Sehnsucht nach geistlicher Reife«. Diese Theologen versichern den jungen Christen: »Du bist jetzt ganz in Christus. Entspanne dich ruhig und sei froh, dass es nichts gibt, was du je brauchen wirst.« Paulus schrieb, voll großer Sehnsucht: »... damit ich Christus gewinne« - obwohl er Christus bereits hatte! Mit offensichtlichem Verlangen sagte er:»... damit ich... in ihm erfunden werden ...« - und doch war er bereits in Ihm! Paulus äußerte demütig und doch ausdrucksstark seinen größten Wunsch: »Ihn möchte ich erkennen« - obwohl er Christus bereits kannte!

Weil er keinen Stillstand duldete, bezeugte Paulus: »... ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Ich . . . jage nach dem vorgesteckten Ziel.«

Damit ist klar, dass der Apostel kein anderes Verlangen hatte, als Gott vollkommen zur Verfügung zu stehen. Viele von uns wollen seinem Beispiel nicht folgen!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Würdig — oder unwürdig?

Die Liebe Jesu ist so umfassend, dass sie keine Grenzen kennt. An der Stelle, an der unsere Liebe, auch unsere Nächstenliebe aufhört, ist Jesus immer noch da - voll Liebe und Fürsorge!

Man könnte fragen: »Wie denkt wohl der lebendige Christus heute über die sündigen Männer und Frauen, die über diese Erde gehen?«

Darauf gibt es nur eine Antwort: Er liebt sie! Wir mögen uns zu Recht darüber entrüsten, was diese Menschen tun. Ihr Handeln und ihre Lebensweise mögen uns anekeln. Und wir sind wohl oft schnell dabei, sie zu verurteilen und uns von ihnen abzuwenden. Aber Jesus hört nicht auf, sie zu lieben! Es ist Sein unwandelbares Wesen, dass Er liebt und das Verlorene sucht. »Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken« brauchen Zuwendung und Liebe. Wir neigen dazu, die Bedürftigen zu betrachten und abzuschätzen, ob sie unserer Hilfe überhaupt würdig sind. Ich denke nicht, dass Jesus während der gesamten Zeit Seines Wirkens auch nur einem Menschen geholfen hat, der »würdig« war. Er fragte nur: »Was brauchst du? Brauchst du meine Hilfe?«


Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Ein deutsches Sprichwort sagt: „Bescheidenheit ist eine Zier." Und das ist bestimmt wahr. Aber es gibt auch ein gegenteiliges Sprichwort. Das heißt: „Nur die Lumpen sind bescheiden." Es ist ein tiefer Sinn auch in diesem derben Wort. Es besagt, daß es Fälle gibt, wo Bescheidenheit fehl am Platze ist. Ja, noch mehr: „Nur die Lumpen sind bescheiden" — das will heißen: „Wer ein böses Gewissen hat, der kann nicht mit Freudigkeit bitten."

Das gilt nun namentlich für das geistliche Leben eines Christen. Oh, da sind wir so bescheiden, so anspruchslos: Ein ganz klein bißchen Liebe zum Herrn, ein Fünkchen Glauben, ganz geringe Erkenntnis, eine unbestimmte Hoffnung auf „ein besseres Jenseits", das ist alles, was wir haben. Warum wollen wir nicht m e h r ? Warum erbitten wir nicht m e h r ? Das böse Gewissen ist die Ursache. Wenn wir mit der Sünde ganz brechen und die Versöhnung in Jesus ganz ergreifen, werden wir freudig, mehr zu erbitten.

Seht nur einmal auf den Apostel Paulus! In Vers 14 fängt er an: „Ich beuge meine Kniee vor dem Vater unseres Herrn Jesu Christi..." Und dann erbittet er der Gemeinde in Ephesus die herrlichsten Dinge: Kraft, Einwohnung Christi, Glauben, Liebe, Erkenntnis — 6 ganze Verse lang. Und er schließt mit der Bitte: „ . . . daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfülle!" Das ist doch viel! Das ist doch genug! Aber Paulus geht noch weiter. Jetzt fährt er fort: „Gott kann aber überschwenglich mehr geben, als wir erbitten." „Überschwenglich mehr!" O daß wir nicht so bescheiden wären in geistlichen Dingen! Amen.