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Predigten zu Römer 8,37

"Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Aber in dem allen überwinden wir weit, um des willen, der uns geliebt hat."

Wir suchen bei Christo Vergebung, und doch sehen unsre Augen noch manchmal nach dem Gesetz und erwarten darin Hilfe und Kraft zum Kampfe wider unsre Sünden. Der Apostel Paulus straft uns dafür mit den Worten: "O, ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht? Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr es denn nun im Fleisch vollenden?" Bringt eure Sünden zum Kreuz Christi, denn der alte Mensch kann nur hier gekreuzigt werden: wir sind mit Christo gekreuzigt. Die einzige Waffe, mit der die Sünde überwunden werden kann, ist der Speer, der die Seite Jesu durchstach. Um ein Bild zu gebrauchen: du möchtest gern dein zorniges Gemüt überwinden - wie fängst du das an? Es ist gar wohl möglich, dass du noch nie den rechten Weg versucht und dich damit nicht geradezu an deinen Heiland gewendet hast. Wie habe ich Heil und Erlösung erlangt? Damit, dass ich gerade so zum Herrn Jesus kam, wie ich war und auf Ihn all mein Vertrauen setzte und glaubte, dass Er imstande sei, mich zu erretten. Und muss ich mein zorniges Gemüt gerade auch so abtöten? Ja, denn das ist der einzige Weg, wie ich es ertöten kann. Ich muss damit zum Kreuz gehen und zu Jesu sagen: "Herr, ich vertraue auf Dich, dass Du mich frei machen kannst." Bist du geizig? Fühlst du, dass dich die Welt gefangen nimmt? Du magst gegen dies Übel kämpfen, wie und solange du willst, wenn es aber deine Lieblingssünde ist, so wirst du sie nie anders los, als durch das Blut Jesu. Bringe deine Lieblingssünde zu Christo. Sage Ihm: "Herr, ich habe auf Dich vertraut, und Dein Name ist Jesus, denn Du machst Dein Volk selig von seinen Sünden; Herr, hier ist eine dieser Sünden; o, errette mich davon!" Die Heilsmittel können ohne den Heiland den alten Menschen nicht ertöten. Dein Gebet, deine Reue, deine Tränen - das alles zusammen ist ohne Christum nichts wert. Nur Jesus allein kann hilflosen Sündern ein Retter sein; dein Retter. Wenn ihr wollt überwinden, so müsst ihr überwinden durch Den, der euch geliebt hat. Unsre Lorbeeren müssen unter den Ölbäumen des Gartens Gethsemane wachsen.


Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"In diesem allem sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat."

In Christus sind wir bereits Überwinder. Trotzdem beten wir oft, Gott möge uns den Sieg verleihen. Ist es nicht klar, dass wir damit unsere Niederlage selber heraufbeschwören, indem wir unsere grundlegende Stellung selbst aufgeben? Ich möchte dich fragen: Hast du bisher meistens Niederlagen erlebt? Hast du dann immer gehofft, eines Tages würdest du stark genug sein, um zu siegen? Dann kann ich für dich nur um das gleiche beten, worum der Apostel Paulus für die Epheser betete, nämlich dass dir die Augen neu aufgetan werden und du dich hineingesetzt siehst in Christus, der selber gesetzt wurde "hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Hoheit und jeden Namen, der genannt wird" (Epheser 1,20): Die Schwierigkeiten, die dich umringen, mögen die gleichen bleiben; der Löwe wird vielleicht ebenso laut brüllen wie vorher; aber dein Überwinden ist nun nicht mehr eine blosse Hoffnung für dich. In Jesus Christus bist du schon Sieger.


Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Eine Brücke, die überlastet ist, bricht. Ebenso ergeht es einem Menschenherzen. Unser Herz kann noch so hochgemut sein — wenn ihm zuviel auferlegt wird, wird seine Tragfähigkeit überschritten. Und es bricht. Bei wie vielen Herzen erleben wir heute dieses Brechen! Sie werden stumpf; oder verbittert; oder gemein. Wie sollen wir denn die schweren Lasten tragen, die uns auferlegt werden?

Laßt uns noch einmal das Bild von der Brücke brauchen. Das Wichtigste bei der Brücke ist nicht das, was man sieht, sondern das sind die Fundamente, die im Flußgrund versenkt sind, die starken Betonklötze, auf denen die Brücke ruht. Um die verborgenen Fundamente geht es auch in unserm Leben. Es kommt letztlich nicht an auf die Stärke unseres körperlichen Zustandes oder auf die Tragfähigkeit unserer Nerven, sondern darauf, ob wir auf starken Fundamenten ruhen. Wir haben hochgemute Menschen zusammenbrechen sehen. Ihre heimlichen Fundamente waren nicht in Ordnung. Und wir haben schwache Menschen im größten Leid unzerbrochen gesehen.

Paulus war so einer, der nicht zerbrach. Und er kann der Gemeinde in Rom fröhlich schreiben: Auch von euch weiß ich, daß ihr weit überwindet. Was für ein Fundament ist das? Es heißt: Frieden mit Gott durch Vergebung der Sünden. Das aber dürfen wir haben durch Jesus. Amen.