Ein gutes Gebet soll nicht lang sein, auch nicht lange hingezogen werden, sondern es soll oft und herzlich sein.
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Zeit, Weise und Wege der Hilfe Gottes müssen wir ihm überlassen. Aber dass Gott uns zur rechten Stunde helfen wird, das wissen wir, das steht fest.
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Herr, ziehe du mich, hilf mir und schenke mir die Kraft und Gabe, dass ich´s glauben kann: Ein neues, reines Herz vermag ich nicht zu machen, es ist dein Geschöpf und Werk.
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Was Gott gibt, das gibt er umsonst. Darum sollen wir lernen, ebenso zu tun wie er.
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Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend Übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ´s sein Bestes kosten.
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Aus einem leeren Beutel Geld zählen, aus den Wolken Brot backen, das ist unseres Herrgotts Kunst allein. Dennoch tut er´s täglich. Er macht aus nichts alles.
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Die zeitlichen Verheißungen sind wie Nüsse und Äpfel, womit man die Kinder lockt. Durch sie werden wir gereizt, dass wir die ewigen Dinge lieb haben.
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Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.
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Friede, Heil, Werke und alles sind Gottes Sache, denn er gibt Frieden und ein fröhlich Herz. Es ist Gottes Freude, dass er´s gibt, und ist meine Freude, dass ich´s fühle.
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Die Barmherzigkeit besteht darin, dass der Herr die Sünden vergeben hat; die Wohltat darin, dass er viele andere Güter gegeben hat.
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Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine.
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Der Herr mehre dir und uns allen den Glauben. Wenn wir den haben, was kann uns dann der Teufel mitsamt der ganzen Welt tun?
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Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade.
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Die rechte Sonne ist allein Gottes Wort, das uns den ewigen Tag gibt, zu leben und fröhlich zu sein. Wohl dem, der solch Licht gerne sieht. Maulwürfe und Fledermäuse haben´s nicht gern.
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Darum lobten die alten Väter die Stoßgebetlein, die man mit einem Wort oder zwei hinaufseufzt zum Himmel. Das kann man auch tun, wenn man liest, schreibt oder eine andere Arbeit verrichtet.
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