Lieber Herr Gott, lass uns dein gnädiges Wort hören, erhalte uns bei deiner Verheißung, dass wir nicht fallen in Murren und Ungeduld.
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Denke daran, dass du nicht allein kniest und da stehst, sondern die ganze Christenheit gemeinsam mit dir und du unter ihnen in einmütigem, einträchtigem Gebet.
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Lieber Gott, o dass wir so fleißig wären zu beten, zum wenigsten mit Seufzen des Herzens, wie du fleißig bist, mit Reizen, Locken, Gebieten, Verheißen und Nötigen zum Gebet.
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Es ist ein gar großer Unterschied zwischen Sünde richten und Sünde wissen. Wissen magst du sie wohl, aber richten sollst du sie nicht.
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So oft Gottes Wort gepredigt wird, macht es weite, fröhliche, sichere Gewissen, denn es ist eine Botschaft der Gnade und der Vergebung.
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Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen.
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Sobald die Not dir vor Augen tritt, denke daran, dass jetzt das rechte Betstündlein für dich ist.
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Dieser Bettelkönig Christus hilft nicht nur wider eine Sünde, sondern wider alle Sünden, und nicht allein wider meine Sünde, sondern wider die der ganzen Welt.
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Der Leib ist uns nicht deshalb gegeben, dass wir sein natürliches Leben ertöten. Gott ist nicht ein Mörder, sondern ein Schöpfer, aus dem nur Leben fließt.
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Lieber Gott, gib uns den Heiligen Geist, der das gehörte Wort in unsere Herzen schreibe, so dass wir´s annehmen und glauben und uns seiner in Ewigkeit freuen und trösten.
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In den Propheten sehen wir, wie keiner verlassen ist, der es auf Gottes Verheißungen gewagt hat.
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Halte aus, lass dich nicht zerbrechen durch Verachtung und Undank von außen und nicht durch wütenden Aufruhr von innen, sondern gedenke: "Wenn ich schwach bin, so bin ich stark."
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Lieber Herr, gib mir einen fröhlichen Mut, Lust und Freude.
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Tod, Sünd, Leben und auch Gnad, alls in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten.
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Schüttet euer Herz vor ihm aus, klaget nur frei, verberget ihm nichts. Es sei, was es wolle, so werft´s mit Haufen heraus vor ihn.
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