Christliche Liederdatenbank    

O Gott, o Geist, o Licht des Lebens

1) O Gott, o Geist, o Licht des Lebens,
das uns im Todesschatten scheint,
du scheinst und lockst so lang vergebens,
weil Finsternis dem Lichte feind.
O Geist, dem keiner kann entgehen,
ich lass dich gern den Jammer sehen.

2) Entdecke alles und verzehre,
was nicht in deinem Lichte rein,
wenn mir's gleich noch so schmerzlich wäre;
die Wonne folget nach der Pein:
du wirst mich aus dem finstern Alten
in Jesu Klarheit umgestalten.

3) Ich kann nicht selbst der Sünde steuern;
das ist dein Werk, du Quell des Lichts.
Du musst von Grund auf mich erneuern,
sonst hilft mein eignes Trachten nichts.
O Geist, sei meines Geistes Leben;
ich kann mir selbst kein Gutes geben.

4) O Geist, o Strom, der uns vom Sohne
eröffnet und kristallenrein
aus Gottes und des Lammes Throne
nun quillt in stille Herzen ein:
ich öffne meinen Mund und sinke
hin zu der Quelle, dass ich trinke.

5) Ich lass mich dir und bleib indessen
von allem abgekehrt dir nah:
ich will die Welt und mich vergessen,
dies innigst glauben: Gott ist da.
O Gott, o Geist, o Licht des Lebens,
man harret deiner nie vergebens.

Die Sehnsucht nach dem Einssein mit Gott durchzieht das ganze Lied, der Atem und das Leben spendende Wasser sind die Bilder, die den Gedankengang führen. Die Melodie ist vor allem von dem ebenfalls von Gerhard Tersteegen gedichteten Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ (RG-Nr. 662) bekannt und stammt von dem am preußischen und russischen Hof tätigen Musik Dimitri Bortnjanski. (Andreas Marti)

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

  Cover Nummer Noten
Evangelisch-reformiertes Gesangbuch (RG) 510 Bestellen
Ich will dir danken! 199 Bestellen
Jesu Name nie verklinget 1 100 Bestellen
Jesus unsere Freude 435 Bestellen
Liederbuch Band 2 1108 Bestellen
Reichs-Lieder 454 Bestellen
Singt zu Gottes Ehre 97 Bestellen