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Predigten zu Römer 5,5

"die Hoffnung aber beschämt nicht, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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ORDNE DICH DEM GEIST UNTER

Du musst die Herrschaft über dein Leben völlig an den Heiligen Geist abtreten. Entweder hältst du an Bitterkeit, Angst und Hass fest, oder du vertraust dich in diesen Dingen ganz dem Geist und seinem Wirken an. Wenn du dich dem Heiligen Geist unterordnest, wird er dein Leben bestimmen und Bitterkeit wird durch Liebe, Rache durch Barmherzigkeit ersetzt. Paulus sagte: „Was aber die Bruderliebe betrifft, so habt ihr nicht nötig, dass man euch schreibt, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben“ (1Thes 4,9).

Die Fähigkeit zu lieben wurde in dich hineingelegt; du musst nur begreifen, wo bzw. wer ihre Quelle ist. Wenn du dich dem Heiligen Geist unterordnest, wird er dich in der Liebe unterweisen.


Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist."

Weil Jesus am Kreuz starb, erhielt ich Vergebung der Sünden; weil er von den Toten auferstanden ist, wurde ich von neuem geboren; weil er zur Rechten des Vaters erhöht wurde, empfing ich den Heiligen Geist. Alles geschah durch ihn, nichts durch mich. Die Sündenvergebung gründet sich nicht auf mein Verdienst, sondern auf seine Kreuzigung, die Wiedergeburt auf seine Auferweckung, die Begabung mit dem Heiligen Geist auf seine Erhöhung - alles geschieht ohne mein Verdienst. Der Heilige Geist ist dir und mir gegeben worden, um zu beweisen, dass Gottes Sohn in die Herrlichkeit eingegangen ist und um uns durch die Kraft der Liebe Gottes dorthin zu führen. Durch sein Zeugnis wissen wir, dass Jesus von Nazareth, der vor zweitausend Jahren von gottlosen Menschen gekreuzigt wurde, nicht bloss einen Märtyrertod starb, sondern für uns in die Herrlichkeit erhöht worden ist zur Rechten des Vaters. Halleluja!


Autor: William MacDonald (* 07.01.1917; † 25.12.2007) US-amerikanischer Prediger der Brüdergemeinden
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"Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist."

Manchmal haben Begriffe im Wortgebrauch der Christen einen anderen Sinn als in der Umgangssprache. "Hoffen" ist eins davon. Im weltlichen Bereich bedeutet hoffen meist, sich auf etwas noch nicht Sichtbares freuen, wobei die Erfüllung dieser Hoffnung keineswegs sicher ist. Ein Mann, der in tiefen finanziellen Schwierigkeiten steckt, sagt vielleicht: "Ich hoffe doch, dass noch alles gut wird." Aber er hat keine Gewissheit, dass es auch wirklich so wird. Seine Hoffnung ist vielleicht nichts anderes als Wunschdenken. Die christliche Hoffnung freut sich auch auf etwas, was noch unsichtbar ist, wie Paulus uns in Römer 8,24 sagt: "Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn wer hofft, was er sieht?" Alle Hoffnung hat jedenfalls mit der Zukunft zu tun. Aber was die christliche Hoffnung von allem anderen unterscheidet, ist, dass sie sich auf die Verheißungen im Worte Gottes gründet und daher absolut gewiss sein kann. "Diese Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele" (Hebräer 6,19). Woodring sagt: "Hoffnung ist Glaube, der sich auf Gottes Wort verlässt und in der gegenwärtigen Sicherheit lebt, dass das, was Gott versprochen oder vorhergesagt hat, auch eintrifft." Und John White hat geschrieben: "Sie werden merken, dass ich Hoffnung im Sinne von 'Gewissheit' gebrauche. Die Hoffnung in der Heiligen Schrift bezieht sich auf zukünftige Ereignisse, die eintreffen werden, ganz gleich, was kommt. Sie ist keine Vorspiegelung, die unsere Laune wieder bessern soll und uns bei der Stange hält, damit wir weiter blind einem unausweichlichen Schicksal entgegengehen. Sie ist vielmehr die Grundlage allen christlichen Lebens. Sie stellt die letzte Wirklichkeit dar." Weil sich die Hoffnung des Glaubenden auf die Verheißungen Gottes gründet, kann sie niemals zuschanden werden oder in Enttäuschung untergehen. Woodring sagt: "Eine Hoffnung ohne die Versprechen Gottes ist leer und nichtig und oft auch überheblich. Aber wenn sie sich auf Gottes Verheißungen gründet, verlässt sie sich auf Seine Treue und kann gar nicht enttäuscht werden." Die christliche Hoffnung ist eine gute Hoffnung. Unser Herr Jesus Christus und Gott, unser Vater, lieben uns und haben uns "in Gnade ewigen Trost und gute Hoffnung" gegeben (s. 2. Thessalonicher 2,16). Sie wird auch eine glückselige Hoffnung genannt, besonders in bezug auf das Wiederkommen des Herrn: "... indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten" (Titus 2,13). Und schließlich ist es auch eine lebendige Hoffnung. "... der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten" (1. Petrus 1,3). Die Hoffnung befähigt den Christen dazu, schier endloses Warten, Mühsal, Verfolgung und sogar das Martyrium auszuhalten. Denn er weiss, dass alle solche Erfahrungen nichts weiter sind als Nadelstiche, verglichen mit der kommenden Herrlichkeit.


Autor: Ludwig Hofacker (* 15.04.1798; † 18.11.1828) deutscher evangelischer Pfarrer
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Unser Herz weiß bei seiner Abweichung und in seiner Blindheit nicht mehr, was das wahre und höchste Gut sei. Zwar der Begriff und die Begierde nach einem Gute, das die ganze Seele ausfülle und unser inwendiges Geistesbedürfnis befriedige, ist uns geblieben, aber wo dieses höchste Gut zu finden sei, was eigentlich den Durst uns stille und die Seele befriedige, das weiß der natürliche Mensch nicht mehr. Die Sünde hat eine Scheidewand gezogen zwischen Gott und dem Menschen, und dadurch ist ihm die Vortrefflichkeit Gottes und daß nur in Gott das Sehnen des Geistes befriedigt werde, daß wer nicht in ihm lebt und ihn nicht hat, eigentlich so gut aus seinem Element entrückt und so unglücklich ist seinem innersten Geistesleben nach, als der Fisch, der aus dem Wasser an das Land gesetzt wird, das alles ist dem natürlichen Menschen verdeckt; er weiß es nicht, die Augen sind ihm noch nicht aufgegangen durch den heiligen Geist. Sehet die Menschen an, sie suchen ein höchstes Gut, Augenlust, Geld, Ehre, alle aber machen sich selbst zum höchsten Gut, die Welt ist ihnen nur etwas, das sich um sie herumbewegt, von welchem sie der Mittelpunkt sind; sie sind so überzeugt von ihrer Vortrefflichkeit, von dieser oder jener Geschicklichkeit, von ihrem Verstand, daß sie zwar nicht mit Worten, aber doch ihren Gedanken nach sich selber für das höchste Gut achten, bis sie durch den Geist Gottes von ihrer Verwerflichkeit und Schnödigkeit überzeugt sind. Das ist der Zustand der Menschen, wie er von Natur ist. - Wer aber Jesum hat erkannt und die wahrhaftigen Himmelsgüter, wer Gott liebet, der achtet nur Ihn für das höchste Gut, der setzet nichts über ihn hinauf, dem geht Gott über alles, dem wird alles andere, es heiße wie es wolle, dem wird er selber vor Gott so klein, so nichts, so unbedeutend, daß er mit dem Apostel Paulus sagt: Ich achte alles für Schaden gegen der überschwenglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, ja selbst der Himmel wäre nichts ohne ihn. Stehest du in dieser Liebe Gottes? Achtest du Gott für das höchste Gut?

Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein! Was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben; Du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, kann mein Seligsein nur hindern und den Frieden mindern. Komm, du selges Wesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar! Meinen Hunger stille, meinen Grund erfülle mit dir selber gar! Ich bin dein, sei du auch mein, bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig geben.


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Für diejenigen, die diese Hoffnung haben, gibt es immer eine offene Tür, allen Widerständen zum Trotz, einen gebahnten Weg, ungeachtet aller Hindernisse, und eine gesicherte Zukunft angesichts der Drohungen des Feindes. In dieser Hoffnung kommt die Kraft der Auferstehung zum Ausdruck; sie ist von derselben Wesensart, sie kommt aus dem Himmel. Hoffnung ist eine Pflanze, die auf einem besonderem Boden und in einem ganz bestimmten Klima gedeiht: dem Klima der Bedrängnis, dem Boden schwieriger Umstände.

Die Hoffnung, die nicht zuschanden werden läßt, bleibt bestehen, wenn alles zusammenbricht. Sie schlägt Wurzeln in den Boden des Kreuzes, ohne welches es weder Glauben noch Hoffnung gäbe. Wer diese Hoffnung besitzt, weiß, daß Gott treu ist und daß ihm alles zum Besten dient, was auch immer ihm in der Welt oder in seinem Leben begegnet. Er ist frei von beschränkten Ansichten, selbstsüchtigen Bestrebungen und Eigenliebe. Kennst du die Entfaltung der Auferstehungskraft in deinem Leben? Der Heilige Geist wurde ausgegossen, damit uns diese Kraft gegeben werde. Laß nur zu, daß sie alles aus deinem Herzen vertreibt, was nicht von lhm stammt; dann wird diese Hoffnung in dir zunehmen, und du wirst erleben, daß sie den, der sie erfaßt und den sie erfaßt, nicht zuschanden werden läßt.

Die Hoffnung, die nicht zuschanden werden läßt, will den mächtigen Strom der Liebe Christi in dein Leben leiten. Christus hat sich selbst ganz hingegeben, damit wir lernen, uns rückhaltlos für Ihn hinzugeben. Daraus folgt die Hingabe unseres Lebens für andere; wir werden mit wahrer Leidenschaft auf das Heil der Seelen bedacht sein, solange es noch möglich ist, sie zu erreichen.

Diese Veränderung kann sich bei dir in diesem Augenblick vollziehen. Es geht um eine Entscheidung, die zu treffen ist. Gerade jetzt kannst du den Entschluß fassen, dich ganz dem Herrn hinzugeben. Dann wird mit dem Geist der Auferstehung die Liebe Gottes in dein Herz ausgegossen. Ein Herz, dem der Geist Gottes die Hoffnung verleiht, die nicht zuschanden werden Iäßt, ist wie durchdrungen von Himmelstau. Mitten im Kampf, in Schwierigkeiten und unangenehmen Lagen wird es erleben, daß dieser Himmelstau es stärkt und daß Gott unendlich viel mehr tut, als wir hoffen und denken.


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Die Liebe Gottes! Wir kennen sie; tausendmal haben wir sie erfahren. Sie umgibt uns von allen Seiten, sie ist über uns, und ihre ewigen Arme tragen uns. Sie ist in uns, weil der Heilige Geist in uns wohnt – auch wenn dieser Geist der göttlichen Liebe oft eingeengt und auf einen kleinen Teil unseres Seins beschränkt wird.

Gott beruft uns jedoch durch dieses Wort, die ungemin segensreiche Erfahrung zu machen, daß Seine Liebe unser ganzes Herz und Wesen ausfüllt. Unser Herz ist so reich an Möglichkeiten, zugleich aber so zugänglich für geistliche Gefahren! Wenn es nicht der Herrschaft des Geistes Gottes untersteht, ist es boshaft und trügerisch, ja fähig, sich unter frommem Schein zu allem herzugeben, was das Eigenleben erstrebt. Es ist gerne gefühlsselig, und das ist gerade das Gegenteil von der Gesinnung, die in Jesus Christus war. Haben wir nicht das tiefe Verlangen, daß unser Herz durch die Gegenwart des Heiligen Geistes mit der Liebe Gottes erfüllt ist? Die Liebe Gottes ist etwas ganz anderes als die oft «christliche Nächstenliebe» genannte Gefühlsseligkeit, die schwärmerisch, weichlich und in heiligen Dingen gefährlich ist!

Gottes Liebe ist männlich, stark und wahr, zum Opferbringen bereit. Vor ihr schmilzt alles Eis; alles Harte, alle Selbstsucht schwindet. Alles, was nicht Liebe zu Gott und unseren Mitmenschen ist, wird aus unserem Herzen vertrieben. So wird unser Wesen umgestaltet, ohne daß wir uns anzustrengen brauchen, ohne Lärm, einfach nur durch die Gegenwart und den Einfluß dieser göttlichen Liebe. Der Herr selbst erfüllt unser «irdenes Gefäß», und diese große Kraft wird Gott zugeschrieben, nicht uns.

Wenn diese Liebe in unsere Herzen ausgegossen ist, hat sie das Bedürfnis, sich anderen mitzuteilen. Sie macht eine Eroberung nach der anderen, ohne sich je zu erschöpfen oder nachzulassen. Lieber Leser, sie ist für dich bestimmt! «Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!» (Lukas 11,13). «Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist ...»


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

Hoffnung aber lässet nicht zu Schanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.

Auch die Kinder dieser Welt brauchen Hoffnung. Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein armer Mensch: er hat keine Tatkraft, und am Ende keine Lust mehr zum leben. Es gehört zu den dunkelsten Schatten der Gegenwart, dass wir so viele hoffnungslose und darum haltlose Leute sehen, die nur gar zu oft der Verzweiflung anheim fallen; das schmerzt uns tief. Oft hat man den Eindruck: ach, wenn dieser Mensch zu rechter Stunde von der Hoffnung gehört hätte, die nicht zu Schanden werden lässet, so wäre er gewiss getröstet worden. Woran soll der Mensch sich halten, wenn er den Anker der Hoffnung nicht kennt, die uns durch Christum geschenket ist und der unser Schifflein auch im Sturme hält. Tatsache ist, dass der Herr sich besonders unter den durch eitle Hoffnung gründlich Getäuschten, seine Leute sammelt, denen er die Hoffnung schenken kann, die erfüllt wird. Sie muss erfüllt werden, sie kann nicht zu Schanden werden lassen, weil sie keine Einbildung, kein Menschenwerk ist, sondern die Gabe des heiligen Geistes, durch den die Liebe Gottes in unser Herz ausgegossen ist. Wann begann dieses Ausgießen in unsere Herzen? Wir müssen zu Kap. 5,1 zurückgehen; dann bekommen wir die göttliche Antwort: es begann durch die Aneignung der Rechtfertigung, der Vergebung der Sünden im Glauben. Wer im Glauben die innere Erfahrung der Liebe Gottes hat durch Vergebung der Sünden, der hat Frieden mit Gott und damit einen Anfang des Ausgießens der Liebe Gottes in sein Herz durch den heiligen Geist. So weit waren Jesu Jünger unmittelbar nach dem Friedensgruß und dem Anhauchen des Auferstandenen. Von jenem Tage an waren sie Kinder Gottes 1. Petri 1,3 und als Kinder Erben. Kinder und Erben Gottes haben eine durch den heiligen Geist in sie gelegte, lebendige Hoffnung, die nicht zu Schanden werden lässt. Am Pfingsten und nach Pfingsten Apostg. 4,31 erfuhren dann die Jünger das Ausgießen der Liebe Gottes in ihre Herzen in höherer Weise. Auch uns will er seine Liebe reichlich schenken; mache ihr Raum, vollen Raum.

Herr, verzehre alles was Dir in mir zuwider ist und fülle mich mit Deiner Liebe! Amen