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1) Wenn ich an mir selbst verzage,
tröstet mich noch Gottes Macht,
dass ich's in dem Glauben wage,
bis ich meinen Lauf vollbracht.
Hab ich seine Macht erfahren,
da mir mancher Fall gedroht,
o so wird sie mich bewahren
bis zu meinem selgen Tod.
2) Gottes Macht, die mich bekehrte,
die den Glauben in mir schuf,
beten, kämpfen,...
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1) Wenn ich anseh das heilge Kreuz,
an welchem mein Erlöser starb,
verliert die Weltlust jeden Reiz,
weil Er mir dort das Heil erwarb.
Ref.: Dies Kreuz mein Trost, mein Morgenstern,
in dunkler Nacht mein Schutzpanier,
die Dornenkrone meines Herrn
ist meines Lebens schönste Zier.
2) Sieh dort, vom dorngekrönten Haupt
fließt Lieb und...
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1) Wenn ich bei mir zu Hause bin,
so zieht mein Heiland meinen Sinn
durch seines Geistes Trieb zu sich,
von seiner Gnade singe ich.
2) Denn seine Rechte sind mein Lied;
so bleibt in meinem Herzen Fried;
dies ist's, was mir die Zeit verkürzt
und Tränenbrot mit Zucker würzt.
3) So wird mir alle Arbeit süß,
die ich mit Trost und...
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1) Wenn ich Blumen sehe sterben,
die nach kurzer Pracht verderben,
denk ich an des Menschen Tod.
Seh ich Blumen wieder leben,
weil ihr Schöpfer Kraft gegeben,
macht mir Sterben keine Not.
2) Fault das Fleisch, vermodern Knochen,
hat doch Gottes Wort versprochen,
dass sie werden auferstehn.
Gott, der hier die Lilien kleidet,
lässt,...
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1) Wenn ich den Wandrer frage,
"Wo kommst du her?"
||: "Von Hause, von Hause,"
spricht er und seufzet schwer. :||
2) Wenn ich den Landmann frage,
"Wo gehst du hin?"
||: "Nach Hause, nach Hause,"
spricht er mit leichtem Sinn. :||
3) Wenn ich den Freund nun frage,
"Wo blüht dein Glück?"
||: "Zu Hause, zu Hause,"
Spricht er mit frohem...
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1) Wenn ich der Sünden Nacht
o treuer Gott, betracht,
die den betrübet,
der sich von dir getrennt,
und deinen Sohn nicht kennt,
und ihn nicht liebet,
2) So stellt sich die Gefahr
mir unerträglich dar,
und ich erröte,
dass ich so sicher bin,
und meinen eitlen Sinn
nicht stündlich töte.
3) Ich steh in schwerer Schuld,
dass...
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1) Wenn ich des Nachts die Sternenpracht in mildem Glanze seh,
denk ich mir, endlos ist die Himmelswelt.
Ein körnlein Staub bin ich, doch fühl ich seine heilge Näh;
für unsern Gott ein Menschenherz nur zählt.
Ref. Gott gab uns eine Welt voll Schönheit und voll Leben,
im Kleinen wie Großen offenbart er sich.
Doch hat er auch den Sohn...
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1) Wenn ich die Dornenkrone
auf Deinem Haupte seh,
so zieht durch meine Seele
ein tiefes, tiefes Weh.
2) Die Dornen, ach die scharfen,
das sind die Sünden mein,
die sich so blutig drücken
Dir in die Stirne ein!
3) Und jede Lieblingssünde,
der ich nicht steu'r und wehr,
ist, Herr, auf Deinem Haupte
ein spitzer Stachel...
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1) Wenn ich die heilgen zehn Gebot
betrachte, die du selbst, o Gott,
gegeben hast, erschrecke ich,
dass ich so sehr erzürnet dich.
2) Ich hab die Kreatur weit mehr
geliebt als dich und deine Ehr',
dich nicht gefürcht', dir nicht vertraut,
auf mich und Menschen Hilf' gebaut.
3) Ich habe deinen Nam' und...
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1) Wenn ich die Werke Deiner Hände sehe,
wie alles weise Du regierst und lenkst,
das ganze Weltall, die unzähl’gen Sterne!
Was bin ich, Herr, dass meiner Du gedenkst?
Was bin ich, Herr, dass meiner Du gedenkst?
2) Wenn ich des Morgens sehe, wie die Sonne
so wunderschön aufgeht am Horizont
und ihre farbenreichen Strahlen...
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