Christliche Liederdatenbank    

O Welt, ich muss dich lassen

1) O Welt, ich muss dich lassen,
ich fahr dahin mein Straßen
ins ewig Vaterland.
Mein' Geist will ich aufgeben,
dazu mein' Leib und Leben
legen in Gottes gnädig Hand.

2) Mein Zeit ist nun vollendet,
der Tod das Leben endet,
Sterben ist mein Gewinn.
Kein Bleiben ist auf Erden,
das Ewge muss mir werden;
mit Fried und Freud ich fahr dahin.

3) Auf Gott steht mein Vertrauen,
sein Antlitz will ich schauen
wahrhaft durch Jesus Christ,
der für mich ist gestorben,
des Vaters Huld erworben
und so mein Mittler worden ist.

Der Text ist ein Abschieds- und Trauerlied des Sängers an seine „Buhle“, da er Innsbruck verlassen und in die Fremde („Elend“) muss. Er verspricht ihr Treue und empfiehlt sie dem Schutz Gottes.

Aus dem weltlichen Abschiedslied „Innsbruck, ich muss dich lassen“ ist durch die Änderung der entscheidenden Wörter ein geistliches Lied geworden: ein Lied vom Sterben, vom Abschied von der Welt. Es ist ein Musterbeispiel für die „Kontrafaktur“, die Umtextierung von weltlich zu geistlich. Die Melodie hat später noch viele andere Texte erhalten, so Paul Gerhardts „Nun ruhen alle Wälder“ (RG-Nr. 594); dabei ist ihr Rhythmus gleichmäßiger geworden, und die beiden Melodiehälften wurden einander angeglichen. (Andreas Marti)

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

  Cover Nummer Noten
Chorbuch Gotteslob 294 Bestellen
Das große Buch der christlichen Volkslieder 122 Bestellen
Denn du bist bei mir 108 Bestellen
Der Nacht entrissen 86 Bestellen
Evangelisch-reformiertes Gesangbuch (RG) 772 Bestellen
Evangelisches Gesangbuch 521 Bestellen
Feiern und Loben 446 Bestellen
Gemeindelieder 439 Bestellen
Gesänge zur Bestattung 31 Bestellen
Gesänge zur Bestattung 32 Bestellen
Gotteslob 510 Bestellen
Lieder zur Bestattung 40 Bestellen
Lieder zur Bestattung 521 Bestellen
Meine Zeit in Gottes Hand 521 Bestellen
Ökumenisches Bestattungsliederbuch 12 Bestellen